GPS Koordinaten Andino:

N 47° 23.425’

E 008° 04.183’

     
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Verwenden von GPS zu Fuss und auf dem Fahrrad


Wird das GPS-Gerät bei Wanderungen und ähnlichem verwendet, gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten.

Zum Beispiel kann man das Gerät mitnehmen, um im Notfall wieder zum Auto zurück zu finden, nachdem man dieses als Wegpunkt eingespeichert hat. Dann reicht es natürlich, das ausgeschaltet Gerät irgendwo in einer Tasche oder im Rucksack zu transportieren. Wird es benötigt, kann man es einfach einschalten und es wird einem nach kurzer Zeit den Weg zurück weisen können.

Möchte man aber bereits während der Wanderung über die zurückgelegte Strecke, Richtungen, Höhe und so weiter informiert bleiben, dann muss das Gerät nicht nur eingeschaltet sein, die Antenne sollte auch möglichst ununterbrochen freie "Sicht" zum Himmel haben. Man wird wenig Spass haben, wenn man den GPS in einer Hüft- oder Jackentasche trägt.
Trägt man die "Hüftasche" auf dem Rücken, wird das Ergebnis etwas besser sein, aber noch immer nicht perfekt. Als sehr gut hat sich eine Position auf der Schulter erwiesen.
Hat man eine Schutztasche zum GPS, in die eine Klammer eingearbeitet ist (z.B. die etrex-Serie von Garmin), so lässt sich diese meist gut an den Riemen eines Rucksacks klemmen.
Es empfiehlt sich, zusätzlich die Kordel als Notleine irgendwo zu befestigen, damit sich der GPS nicht "zu Tode" stürzen kann.

Ein Platz im Rucksack ganz oben mit der Antenne nach oben zeigend funktioniert ebenfalls meist gut, man kann aber unterwegs nicht schnell mal auf dem Display gewünschte Informationen einsehen.

Trotz allem gibt es Stellen im Gelände, an denen der Empfang nur schlecht oder überhaupt nicht funktioniert.
Besonders ungünstig sind bei Bergwanderungen Schluchten oder steile Hänge. Wie man von Auge schon schon leicht sieht, wird hier der sichtbare Bereich des Himmels mitunter so stark eingeschränkt, dass nur noch weniger als drei Satelliten empfangen werden können. Unter solchen Bedingungen ist jedes GPS überfordert, eine Positionsbestimmung ist unmöglich.

Genau das Gleiche gilt natürlich für Städte. In tiefen Häuserschluchten (die bei schmalen Strassen überraschenderweise gar nicht so tief sein müssen) ist ebenfalls häufig sehr wenig Himmel zu sehen und entsprechend kein Empfang möglich. Zusätzlich wird bei schneller Bewegung die Positionsbestimmung dadurch erschwert, dass sehr schnell die sichtbaren Bereiche des Himmels wechseln. Möchte man in Städten mit schwierigen Empfangsbedingungen seine Position bestimmen, sollte man sich zu einem grösseren Platz oder die Mitte einer grossen Strassenkreuzung begeben (sofern es der Verkehr erlaubt).

Manchmal reflektieren die Gebäude die Signale auch, so dass die Signale von eigentlich nicht zu empfangende Satelliten trotzdem ausgewertet werden können. Dies führt zwar zu einem Mehrwegefehler, dieser ist im allgemeinen aber nicht sehr gross und eine etwas ungenauere Positionsbestimmung ist besser als gar keine.


Ebenfalls verschlechtert wird der Empfang durch sehr dichte Belaubung. Während in mitteleuropäischen Wäldern mit den neueren GPS-Geräten üblicherweise keine größeren Probleme zu erwarten sich, kann man in tropischen Urwäldern unter Umständen Schwierigkeiten mit der Positionsbestimmung bekommen.


Obwohl die GPS-Frequenzen so gewählt wurden, dass sie durch Wetter (Regen, Schnee, Wolken usw.) nicht beeinflusst werden, kann bei Regen der Empfang verschlechtert werden. Dies allerdings nicht unter freiem Himmel sondern unter Bäumen, wenn das Wasser auf den Blättern steht.


Zusammenfassend muss man sich also nicht wundern, wenn das GPS-Gerät in einem dichten Wald an einem Hang bei Regen keinen einzigen Satelliten erfassen kann. Unter diesen Bedingungen ist diese Technik ganz einfach überfordert.

Es lohnt sich daher immer sich auch im Umgang mit dem guten alten Kompass auszukennen.